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Grundsätzlich ist die Domäne des Heilpraktikers die Behandlung chronisch und akut kranker Menschen mit dem Ziel der Heilung. Es ist nicht in seinem Sinne, die Symptome zu "verwalten" und die Verwaltung derselben dann statt mit Chemie, mit so genannten "Naturheilverfahren" zu ersetzen.

Kann dieses Ziel aus verschiedenen Gründen nicht mehr erreicht werden, so ist es weiterhin seine Aufgabe ein Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern bzw. zu verlangsamen und ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.

Erst mit der Klärung der Frage, was zum Heil-Sein, also zur Gesundheit fehlt, ist ein Heilungsprozess zu ermöglichen. Die Merkmale, die ein erkrankter, also unheiler Mensch hat, nennen wir Symptome, also Zeichen. Sie sind nicht die Krankheit, sondern eben nur die sichtbaren und spürbaren Zeichen der Krankheit; wie die brennende Tankleuchte nur anzeigt, dass man tanken sollte. Man kann diese Tankleuchte natürlich auch ausbauen oder zukleben. Die Frage, ob der leere Tank dann voll ist, beantworte sich jeder selbst. Ebenso die Frage, wie viele Gesundheiten es bei den vielen Krankheiten gibt.

Wer das Prinzip versteht, kann ohne weitere Hilfe testen, ob und wie er behandelt bzw. verwaltet wird, wobei noch auf diverse esoterische Spinnereien hingewiesen werden muss, die vorgeben ganzheitliche Methoden anzuwenden, die dann zu Heilung und Bewusstheit führen sollen. Leider ist es nicht ganz so einfach. Dogmen und zwanghafte Zugehörigkeiten und Verhaltensweisen haben bestenfalls etwas mit der Verdrängung und Selbstmanipulation zu tun; Gesundheit ist immer Freiheit und das höchste Ziel.

Der Mensch ist das Menschliche,

sein Wesen ist das Wesentliche,

alles wesentliche ist zutiefst und allerhöchst menschlich.

Norbert Ulbrich, Heilpraktiker